Für viele Backpacker sind Trips in entlegene und oftmals recht einsame Gebiete das Salz in der Suppe an Individualreisen. Während Teilnehmer an Pauschalreisen die bereits im Vorfeld getätigte Organisation rund um die Unterkunft und Tagesausflüge zu schätzen wissen, lehnen Rucksack-Touristen genau dies ab und bevorzugen die Unabhängigkeit. Doch wenn sich Urlauber abseits der typischen Touristenströme und -pfade bewegen, ergeben sich daraus auch Schwierigkeiten.
Dies gilt vor allem für die Verständigung mit Einheimischen, denn gerade in typischen Backpacking-Regionen wie Mittel- und Südamerika sind Englischkenntnisse kaum verbreitet. Besucher dieser Länder sind somit gut beraten, sich im Vorfeld Sprachkenntnisse in den dortigen Amtssprachen anzueignen. Eine geeignete Lösung wäre, eine Individualreise mit einem Sprachkurs vor Ort zu verbinden. In Deutschland existieren verschiedene Organisationen, die über Partnerschulen im Ausland verfügen. Exemplarisch sei an dieser Stelle Sprachdirekt erwähnt, denn über den Anbieter können praktisch auf der ganzen Welt Sprachkurse gebucht werden.
Ein Sprachkurs auf Reisen:
Anbieten würde sich deshalb folgender Reiseverlauf: Nach der Ankunft in einem „klassischen Backpacking-Land“, wie etwa Costa Rica, besucht man einen Spanischkurs in einer Sprachschule. Zur Auswahl steht dort z.B. eine Spanischschule in der Hauptstadt San José oder eine an der Pazifikküste im Nationalpark Manuel Antonio. Beide bieten verschiedene Sprachkurse mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Intensitäten an – da sollte eigentlich für jeden etwas dabei sein, oder?! Es können Standardkurse mit 25 Unterrichtseinheiten gebucht werden, aber auch Intensivkurse mit 35. Natürlich werden die Sprachschüler nach einem Einstufungstest in einem ihren Kenntnissen entsprechenden Kurs eingeteilt, denn spezielle Anfängerkurse existieren genauso, wie Kurse für Fortgeschrittene. Der Lerneffekt ist also für alle Teilnehmer hoch.
Idealerweise wohnen Backpacker während ihres Sprachkurses bei einer Gastfamilie, denn dadurch besteht die Möglichkeit, auch außerhalb der Sprachschule mit Muttersprachlern zu kommunizieren. Und gerade für Individualreisende existiert mit den einheimischen Gasteltern der perfekte Ansprechpartner, um sich Geheimtipps für Ausflüge und Reiserouten abzuholen. Somit klingt ein Sprachkurs nach einem perfekten Einstieg in eine Backpacking-Tour, oder was meinst du?
Nach der Verbesserung der eigenen Sprachkenntnisse steht dem Start ins „eigentliche“ Abenteuer nun nichts mehr im Wege und die Rundreise „auf eigene Faust“ durch das favorisierte Zielgebiet kann losgehen! Durch den Sprachkurs sollte man mittlerweile über ausreichend Grundkenntnisse verfügen und zumindest in der Lage sein, die wichtigsten Dinge in der erlernten Fremdsprache seinem Gesprächspartner vermitteln zu können. Wer sich also verlaufen sollte, auf der Suche nach einem Supermarkt oder der nächsten Unterkunft ist, braucht sich nun keine Sorgen mehr zu machen, nicht die richtigen Worte zu finden.

Das „Lernen“ geht auch nach dem Sprachkurs weiter
Ergänzend kommt hinzu, dass die Individualreise als zusätzliches Sprachtraining dient. Denn gerade, wenn man aufgrund eines „Problems“ gezwungen ist, sich in der Fremdsprache zu verständigen, verbessert die damit verbundene Praxiserfahrung die erworbenen Sprachkenntnisse. Somit gilt: Eine Individualreise erfordert zwar auf der einen Seite Wissen in einer Fremdsprache, aber fördert diese auch auf der anderen Seite.
Interesse an einem Sprachkurs im Ausland, aber keine Lust auf „Abenteuerurlaub“?
Natürlich soll abschließend auch kurz die Möglichkeit angesprochen werden, wie „nur“ eine Sprachschule besucht werden kann, ohne gleich eine dazugehörige Backpacking-Reise zu unternehmen. Dazu bieten sich vor allem in Europa einige Destinationen an, wie etwa Frankreich, Spanien, Irland, Malta oder der „Klassiker“ England samt seiner Hauptstadt London. Letzten Endes bleibt es natürlich dir überlassen, ob du dich für einen Trip „in die weite Welt“ entscheidet oder ob du lieber den „gemütlichen“ Weg einschlagen und im nahegelegenen Ausland einen Sprachkurs besuchen willst. Hilfreich ist auf alle Fälle beides!
Hast du selbst schon Mal einen Sprachkurs besucht? Wie waren deine Erfahrungen? Oder hast du noch Fragen oder Anregungen? Dann wie immer, rein damit in die Kommentare, ich freue mich von dir zu hören!
22. Juli 2016 at 11:32
Sehr cooler Artikel, den ich genau so bestätigen kann!! Ich war mal in Argentinien auf einer Rucksack-Reise und habe eine Sprachschule in Buenos Aires besucht. Davon profitiere ich heute noch 🙂
22. Juli 2016 at 15:54
Hi Bastian,
freut mich, dass dir der Artikel gefällt 🙂
Ich finde, dass es eigentlich kaum eine bessere Möglichkeit gibt eine Sprache zu lernen, als direkt in dem Land, in dem sie auch gesprochen wird. Und mit einem Sprachkurs schlägt man eben gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Der ein oder andere Kurs steht bei mir auch noch auf der Bucket-List 😉
Liebe Grüße
Sandra